Herzlich willkommen

Die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen e.V. (DGPR) begrüßt Sie recht herzlich. Wir sind eine medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft für alle Bereiche der Prävention sowie der ambulanten und stationären Rehabilitation im Herz-Kreislaufbereich.

Die DGPR ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), des Deutschen Netzwerk Versorgungsforschung e.V. (DNVF), der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG), korrespondierendes Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) sowie kooptiertes Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) - Deutscher Sportärztebund e.V.

- German Society for Prevention and Rehabilitation of Cardiovascular Disease -

46. DGPR Jahrestagung 2019

am 14.-15. Juni 2019 in Berlin, Meliá Hotel

Versorgungsstrategien bei Herzinsuffizienz: Von der Intervention zur Rehabilitation


Tagungspräsidentinnen

Priv. Doz. Dr. med. Rona Reibis, Potsdam
Dr. med. Susanne Berrisch-Rahmel, Düsseldorf

Die Kongress-Homepage ist ab sofort online: www.dgpr-kongress.de

 

Herzgruppen in Deutschland: Hintergründe, Rahmenbedingungen und aktuelle Situation

Die DGPR hat im November 2018 einen Artikel über Herzgruppen in Deutschland in der Zeitschrift Diabetes, Stoffwechsel und Herz veröffentlicht. Der Artikel gibt einen Überblick über die Anfänge der Herzgruppen bis hin zur aktuellen Situation. Es werden differenzierte Herzgruppenmodelle skizziert, in denen der Arzt zukünftig unterschiedlich stark involviert sein könnte. Wesentliches Kriterium hierbei ist der Schweregrad der zugrundeliegenden Herzerkrankung.

Download Original-Beitrag Diabetes, Stoffwechsel und Herz, Band 27,6/2018

10 Jahre Prävention im Fokus: Der "Kardiovaskuläre Präventivmediziner DGPR®" feiert Geburtstag!

Um sich aktiv und konkret für die Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen zu engagieren, fasste die DGPR 2008 unter der Präsidentschaft von Professor Dr. Martin Halle den Entschluss, die verbandsspezifische Fortbildung „Kardiovaskulärer Präventivmediziner DGPR®" einzuführen. Zugrunde gelegt wurde ein dafür neu in den Reihen der DGPR geschaffenes Curriculum, geschrieben von einem interdisziplinären Experten-Team. Auf dieser Basis erarbeitet die DGPR seither mit den teilnehmenden Ärzten in dieser Fortbildung, die aus zwei Wochenend-Modulen (jeweils Frühjahr und Herbst) besteht, alle Aspekte der Prävention, Ätiologie, Pathogenese, Diagnose, Behandlung und Begutachtung der Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Download Original-Beitrag Diabetes, Stoffwechsel und Herz, Band 27,5/2018

Weitere Informationen zum Präventivmedziner

Curriculum Herzgruppenleiter der DGPR – Innere Medizin

Die DGPR hat Anfang 2018 ein neues Curriculum für Übungsleiter erarbeitet, die sich nun im Bereich Innere Medizin von den Landesorganisationen der DGPR fortbilden lassen können.

„Mit dieser neuen Fortbildungsmöglichkeit der DGPR sind Übungsleiter nunmehr in der Lage, außer Herzgruppen auch Diabetes-, Lungen- und Gefäßsportgruppen sowie Rehasportgruppen für Nierenkranke zu leiten“, so Gunnar Thome, Diplom-Sportpädagoge, zweiter Vorsitzender des Landesverbandes Brandenburg für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen und zuständig für Aus- und Weiterbildung, der das Curriculum maßgeblich erstellt hat.

„Im Referententeam sind Ärzte, Sportwissenschaftler und Sportpädagogen, Ernährungswissenschaftler, Psychologen und Rettungssanitäter, die über langjährige Erfahrungen im Rehasport verfügen. Dadurch werden alle relevanten Inhalte des ganzheitlichen Ansatzes der Rehabilitation für die praktische Tätigkeit von Übungsleitern in Rehasportgruppen auf anschauliche Weise und leicht verständlich vermittelt“, führt Gunnar Thome weiter aus.

Das Curriculum wird von der Deutschen Gesellschaft für Angiologie – Gesellschaft für Gefäßmedizin (DGA) mitgetragen; in Brandenburg konnten Referenten der DGA für das pAVK-Modul gewonnen werden. Die Ausbildung wird bereits nach dem neuen Curriculum durchgeführt.

„Insbesondere Herzgruppen-Übungsleiter profitieren durch ihre bereits hoch qualifizierte Ausbildung im Bereich der Herz- und Kreislauferkrankungen von der Expertise der DGPR und ihrer Landesorganisationen und haben nun die Chance, sich auch im Bereich der Inneren Medizin fortzubilden. Die Rückmeldungen zeigen uns, dass wir mit dieser neuen Fortbildungsmöglichkeit auf dem richtigen Weg sind und ein gut nachgefragtes Fortbildungsangebot entwickelt haben“, so Frau Dr. med. Manju Guha, Präsidentin der DGPR.

Die Fortbildungsmöglichkeit wurde dem Verband der Ersatzkassen (vdek) sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) angezeigt und kann damit bundesweit angeboten und durchgeführt werden. Ansprechpartner für interessierte Übungsleiter sind die Landesorganisationen der DGPR. Das Curriculum steht im Mitgliederbereich als Download zur Verfügung.

Verleihung der Peter-Beckmann-Medaille 2018

Peter-Beckmann-Medaille der DGPR für Frau Professor Birna Bjarnason-Wehrens, Köln

Sportwissenschaft im Dienste der Reha-Kardiologie – Bindeglied der DGPR zu Europa

BERLIN. Professor Dr. Sportwiss. Birna Bjarnason-Wehrens (63, Foto r.) von der DSHS Köln wurde im Rahmen der 45. Jahres­tagung der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauf­­erkrankungen (DGPR) am 8. Juni 2018 die Peter-Beck­mann-Medaille verliehen. Sie erhielt die mit der Ehrenmitglied­schaft verbundene Auszeichnung für die großen Verdienste um die kardiologische Reha­bilitation auf nationaler und europäischer Ebene.

„Liebe Birna, Du gehörst in die lange Reihe der zu würdigenden DGPR-Wissenschaftler, die mit ihrem Einsatz in außerordentlicher Weise Meilensteine für die kardiologische Rehabilitation und für die Herzgruppen gesetzt und nicht zuletzt dadurch zur Weiterentwicklung unserer Fachgesellschaft maßgeblich beigetragen haben!“, konstatierte DGPR-Präsidentin Dr. med. Manju Guha (l.) in ihrer Laudatio.

Durch das berufliche Wirken an der Deutschen Sporthochschule (DSHS) Köln bis hin zum umfangreichen Ehrenamt in der DGPR und den europäischen Fachgesellschaften EACPR und EAPC habe sie maßgeblich Anteil daran, dass die hohe Bedeutung der körperlichen Aktivität bei kardiolo­gischen Erkrankungen heute allgemein anerkannt ist. Bjarnason-Wehrens war insgesamt neun Jahre im Präsidium der DGPR aktiv und während dieser Amtszeit Hauptautorin einiger bahnbrechender Publikationen.

zum Download der vollständigen Pressemitteilung

 

DGPR-Flyer-Serie Herz-Kreislauf-Prävention

Die DGPR hat eine Flyer-Serie zur Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen aufgelegt:

„Herzgesundes Bewegen“ – „Herzgesunde Ernährung“ – „Herzgesundes Entspannen“ – „Herzgesunde Alltagspausen“.

Weitere Informationen

Neue Vergütungssätze für Herzgruppen ab 01.07.2018

Die DGPR hat zum 30.06.2018 die Vergütungsvereinbarung mit dem Verband der Ersatzkassen (vdek) für den Rehabilitationssport gekündigt. Zum 01. Juli 2018 treten neue Vergütungssätze in Kraft:

Pos.-Nr. Bezeichnung Vergütungssatz
ab 01.07.2018
604503 Rehabilitationssport 5,40 €
604504 Rehabilitationssport in Herzgruppen 8,50 €
604507 Rehabilitationssport für Schwerstbehinderte 12,00 €
604508 Rehabilitationssport in Kinderherzgruppen 16,00 €
604509 Rehabilitationssport im Wasser 7,15 €
604510 Rehabilitationssport zur Stärkung des Selbstbewusstseins 11,50 €
604511 Rehabilitationssport für Kinder 8,20 €
604512 Rehabilitationssport für Kinder im Wasser 11,00 €
604513 Rehabilitationssport für schwerstbehinderte Kinder 16,00 €
604711-18 Gesundheitsbildungsmaßnahmen 8,50 €

Die Vereinbarung ist bis zum 31.12.2019 gültig. Neu ist, dass Gesundheitsbildungsmaßnahmen zusätzlich zur Verordnung abgerechnet werden können, und zwar jedes Thema einmal pro Verordnung.

Gesundheitsbildungsmaßnahmen können nur dann abgerechnet werden, wenn die jeweilige Herzgruppe von einer Landesorganisation der DGPR anerkannt wurde und die Voraussetzungen zur Durchführung von Gesundheitsbildungsmaßnahmen erfüllt (Referentenauswahl, Präsentationsmaterialien). Interessierte Herzgruppen können sich jederzeit an die Landesorganisationen der DGPR wenden.

Weiterhin gilt die vom vdek vorgegebene Günstigkeitsregelung, so dass die neuen Vergütungssätze nur dann gelten, wenn zwischen den Landesverbänden und Primärkassen nicht niedrigere Vergütungssätze vereinbart werden.

Informationen zum Stand der Verhandlungen auf Landesebene können bei den Landesorganisationen der DGPR erfragt werden. Auf deren Internetseiten werden die regionalen Abschlüsse mit Krankenkassen und Rentenversicherungsträgern bekanntgegeben.

2. Auflage der NVL Chronische Herzinsuffizienz veröffentlicht

Apl. Prof. Dr. Axel Schlitt und Univ.-Prof. Dr. med. Martin Halle als DGPR-Vertreter Mitautoren

Berlin 09/2017: Die 2. Auflage der NVL Chronische Herzinsuffizienz ist am 1. September erschienen. An der Erstellung waren Vertreter von 17 Fachgesellschaften und Organisationen beteiligt. Als Mitautoren für die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR) waren apl. Prof. Dr. med. Axel Schlitt, MHA, und Univ.-Prof. Dr. med. Martin Halle beteiligt. Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien steht unter der Trägerschaft von Bundesärztekammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Mit der Durchführung wurde das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin beauftragt. Die PDF-Versionen der Leitlinie und des Leitlinienreports sowie ergänzende Patientenmaterialien finden Sie unter folgendem Link:

www.herzinsuffizienz.versorgungsleitlinien.de

Kardiovaskulärer Präventivmediziner DGPR®

7. Kurs zum Erwerb der Zusatzqualifikation Kardiovaskulärer Präventivmediziner DGPR®in Bernried

Lehrgangsort:
Schloss der Klinik Höhenried
Höhenried 1
82347 Bernried am Starnberger See

Termine:  

  • Frühjahrsmodul: Freitag, 22. Juni - Sonntag, 24. Juni 2018
  • Herbstmodul:  Freitag, 23.November - Sonntag, 25. November 2018

Programm und Anmeldeformular sind jetzt online.  
Das Herbstmodul des 6. Kurses
findet vom 17. - 19. November 2017 statt.

Weitere Infos

Download Programm
Download: Anmeldeformular

Information für Reha-Kliniken zum Entlassmanagement

Die DGPR hat ein Informationsschreiben für Rehabilitationskliniken zum Entlassmanagement ab 01.10.2017 erstellt.

Download: Information zum Entlassmanagement ab 01.10.2017

Ärztliche Betreuung von parallel stattfindenden Herzgruppen in räumlicher Nähe – Modifizierung der BAR-Rahmenvereinbarung, Ziffer 12.2 ab 31.07.2017

Seit dem 31. Juli 2017 ist es Anbietern von Herzgruppen möglich, nur noch eine ärztliche Betreuung für maximal drei parallel stattfindende Herzgruppen in räumlicher Nähe zu stellen. Dieser Regelung stimmten die Rehabilitationsträger der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Deutschen Rentenversicherung (DRV) auf Bundesebene in einem gemeinsamen Abstimmungsprocedere einstimmig zu. Vorausgegangen war ein gemeinsamer Antrag der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR) und dem Deutschem Behindertensportverband (DBS) von Februar 2017.

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um die Betreuung durch nur eine/n Herzgruppenarzt/-ärztin sicherzustellen:

  • Die Übungsräume müssen auf einer Ebene liegen und untereinander schnell und barrierearm erreichbar sein
  • Der/dem anwesenden Ärztin/Arzt und den Übungsleitungen muss der kürzeste Weg zum Erreichen der verschiedenen Gruppen bekannt sein; das gilt auch für etwaige Vertretungen
  • Die Anwesenheitszeit der/des Ärztin/Arztes (gemäß Rahmenvereinbarung mind. 60 Minuten) muss zwingend innerhalb der Rehabilitationssportgruppen erfolgen und ist auf die jeweiligen Gruppen bedarfsabhängig zu verteilen
  • Der Defibrillator und der Notfallkoffer müssen zentral deponiert und zu jeder Zeit für alle Gruppen zugänglich sein
  • Im Falle eines Notfalles oder Unfalls ist die Übungseinheit in der betroffenen Gruppe abzubrechen und entsprechende Notfallmaßnahmen einzuleiten (Erste-Hilfe-Maßnahmen, Rufen des Rettungsdienstes).

Diese Regelung eignet sich insbesondere für Herzgruppen, die parallel in Mehrfachturnhallen trainieren, oder in geeigneten Praxisräumen o.Ä., wenn diese, wie oben erwähnt, schnell und barrrierearm erreichbar sind und auf gleicher Ebene liegen. Die räumliche Anforderung von 5 m² pro Teilnehmer (bei Herzgruppen mit 20 Teilnehmern somit 100 m² Raumgröße) ist entsprechend zu beachten.

Herzgruppen, die von dieser Regelung Gebrauch machen wollen, können sich umgehend mit ihrer anerkennenden Stelle in Verbindung setzen und den erforderlichen Nachweis über die einzuhaltenden Bedingungen erbringen. Ebenso sind die Herzgruppenteilnehmer sowie die verordnenden Ärzte über die von der BAR-Rahmenvereinbarung abweichenden Regelung zu informieren. Die jeweiligen anerkennenden Stellen wiederum sind angehalten, die Rehabilitationsträger (GKV und DRV) zu informieren, welcher Leistungserbringer von der neuen Regelung Gebrauch machen wird.

„Therapiepfad für Patienten mit ACS und Dyslipidämie in der kardiologischen Rehabilitation“ veröffentlicht

Juni 2017: Die DGPR hat den „Lipidpfad“ in der kardiologischen Rehabilitation auf ihrer 44. Jahrestagung vorgestellt. Die unverzügliche Koronarrevaskularisation des akuten Myokardinfarktes reduziert signifikant die Morbidität und Mortalität dieser Patienten. Im Anschluss an die Akutversorgung ist jedoch eine konsequente Sekundärprävention unerlässlich, um den progredienten Verlauf der Arteriosklerose aufzuhalten. Durch die Optimierung der Evidenz basierten Medikation und die Etablierung eines gesunden Lebensstils werden Morbidität und Mortalität weiter signifikant gesenkt. Mit Prof. Dr. med. Bernhard Schwaab aus Timmendorfer Strand hat eine Gruppe Leitender Kardiologen aus Rehabilitations-Ein­rich­tungen eine Handlungsanweisung entwickelt, den Sie gern als alltägliches Hilfsmittel einsetzen können. Er bildet die aktuellen wissenschaftlichen Daten aus den jüngsten Studien, die Eingang in die Leitlinien gefunden haben, ab.

Download: „Therapiepfad für Patienten mit ACS und Dyslipidämie in der kardiologischen Rehabilitation“

BASt-Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung 12/2016

Kommentar von

Axel Schlitt

Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR)

(axel.schlitt@paracelsus-kliniken.de)

Die Empfehlungen zur Verkehrstauglichkeit haben uns in der kardiologischen Rehabilitation in den letzten Jahren vor ein Dilemma gestellt: Zum einen wussten wir, dass wir entsprechend des Positionspapiers der DGK zur „Fahreignung bei kardiovaskulären Erkrankungen“ (Klein HH et al. Kardiologe 2010. DOI 10.1007/s12181-010-0308-9) unter aktuellen wissenschaftlichen Gesichtspunkten  und moderner Therapie die meisten unserer Patienten früh wieder in den Straßenverkehr lassen könnten, aber wir wussten auch, dass man laut der Fahrerlaubnisverordnung im Schadensfall juristisch anfechtbar war, wenn man Patienten nach Myokardinfarkt oder Herzoperation kein dreimonatiges Autofahrverbot auferlegte.

Dem hat die Bundesanstalt für Straßenwesen Rechnung getragen und in Ihrer aktuellen Begutachtungsleitlinie zur Kraftfahreignung nach langem Erstellungsprozess im Dezember verbindliche und der aktuellen Datenlage entsprechende Empfehlungen für herzkranke Patienten (Kapitel 3.4, Link unter http://www.bast.de/DE/Verkehrssicherheit/Fachthemen/BLL/BLL-Download.html) formuliert. So können z.B. Patienten, die ein akutes Koronarsyndrom nach komplikationslosem Verlauf ohne Einschränkung der linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF) überstanden haben, direkt wieder aktiv als Privatfahrer (Gruppe 1) von PKW und Motorrädern am Straßenverkehr teilnehmen. Einschränkungen bestehen jedoch unter anderem für Patienten nach internem Cardioverter-Defibrillator (ICD), Berufskraftfahrer (Gruppe 2) und für Patienten mit einer LVEF < 35%. Es gilt weiterhin zu beachten, dass die Einteilung in Gruppe 1 und Gruppe 2 entsprechend der EU-Führerscheinrichtlinie vorgenommen wird:

  • Gruppe 1: Führer von Fahrzeugen der Klassen A, A1, A2, B, BE, AM, L, T
  • Gruppe 2: Führer von Fahrzeugen der Klassen C, C1, CE, C1E,

Wir danken den Autorinnen Dr. med. Nicole Gräcmann und Dr. med. Martina Albrecht und weiterhin exemplarisch Prof. Dr. med. H.H. Klein für die an diesem Erstellungsprozess beteiligten Kolleginnen und Kollegen.

Zu: Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung, Bundesanstalt für Straßenwesen, Bergisch Gladbach, Stand 2016

 

CROS-Meta-Analyse

Meta-Analyse CROS – bis zu 50 % Mortalitätsreduktion durch Rehabilitation!

Eine europäische Autorengruppe unter der Leitung von Prof. Dr. med. Bernhard Rauch, Ludwigshafen, konnte in einer Meta-Analyse den positiven Effekt kardiologischer Rehabilitation bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung nachweisen.

„The prognostic effect of cardiac rehabilitation in the era of acute revascularization and statin therapy: A systematic review and meta-analysis of randomized and non-randomized studies – The Cardiac Rehabilitation Outcome Study (CROS)” wurde im European Journal of Preventive Cardiology (EJPC) veröffentlicht und konnte den 1. Posterpreis in der Kategorie „Prevention and Rehabilitation” beim Kongress der European Society of Cardiology im August 2016 in Rom gewinnen. Nachdem die CROS-Gruppe (u.a. mit Hilfe von privaten Aufwendungen) die Veröffentlichungsrechte vom SAGE-Verlag erworben hat, kann die Publikation hier direkt von der DGPR-Homepage oder per „open-access“ heruntergeladen werden. Die DGPR dankt den Initiatoren.

Download: Originalpublikation: The prognostic effect of cardiac rehabilitation in the era of acute revascularization and statin therapy: A systematic review and meta-analysis of randomized and non-randomized studies – The Cardiac Rehabilitation Outcome Study (CROS)

Download: Poster ESC-Kongress 2016: The Cardiac Rehabilitation Outcome Study (CROS)

Die Publikation ist auch per „open-access“-Link zugänglich:

Eur J Prev Cardiol. 2016 Dec; 23(18): 1914–1939. Published online 2016 Oct 24. doi: 10.1177/2047487316671181

Bewegungstherapie und Patientenschulung bei Herzinsuffizienz

Patientenschulung und moderate Bewegungstherapie – oft vergessene Aspekte der leitliniengerechten Behandlung von chronischer Herzinsuffizienz

Die Anzahl der Patienten, die wegen einer Herzinsuffizienz in Krankenhäusern behandelt werden muss, nimmt seit vielen Jahren ständig zu. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Insgesamt ist es eine Erkrankung, die statistisch ab dem 70. Lebensjahr immer öfter diagnostiziert wird. In Deutschland leben aktuell knapp über 2 Millionen Menschen mit dieser Erkrankung.

Die Gesamtheit der medizinischen Behandlungsmöglichkeiten hat sich in den letzten drei Jahrzehnten erheblich verbessert, aber die Sterblichkeit ist und bleibt trotzdem recht hoch. Wegen der hohen Bedeutung dieser Erkrankung gibt es inzwischen auch eine Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische Herzinsuffizienz, aktualisiert August 2009 (www.herzinsuffizienz.versorgungsleitlinie.de) und eine Leitlinie für die Diagnose und Behandlung der akuten und chronischen Herzinsuffizienz der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, aktualisiert 2012 (http://leitlinien.dgk.org/2013/pocket-leitlinie-herzinsuffizienz-update-2012/). In beiden Grundlagenwerken wird jeweils in einem Kapitel (H 8; 9.) auf die Bedeutsamkeit von „ganzheitlicher Behandlung“ bzw. „nichtpharmakologischer Therapie“ wissenschaftlich begründet verwiesen. Gemeint ist konkret die „Etablierung eines regelmäßigen körperlichen Trainings“ und die „Schulung des Patienten“.

Bewegungstherapie und Patientenschulung sind Kernbestandteile von kardiologischer Qualitätsrehabilitation. In Anlehnung an die nationalen und internationalen Leitlinien ist eine auf Herzinsuffizienz ausgerichtete Rehabilitation in einer kardiologischen Rehabilitationsklinik für alle betroffenen Patienten dringlich angezeigt, die Möglichkeiten müssen vermehrt genutzt werden!

Hierauf weist Dr. Rainer Schubmann aus der Dr. Becker Klinik Möhnesee in einem Artikel in einer Beilage vom deutschen Ärzteblatt vom Oktober diesen Jahres ausdrücklich hin. Hier der Link:

https://www.aerzteblatt.de/archiv/182938/Bewegungstherapie-und-Patientenschulung-Nicht-genuegend-eingesetzt

Behandlung nach MitraClip®-Implantation

Juni 2016: Die Behandlung von Patienten mit schwerwiegenden, symptomatischen  Herzklappenerkrankungen hat sich in den letzten Jahren revolutioniert. Während bis vor ca. 10 Jahren bei diesen Erkrankungen entweder eine Operation oder bei Inoperabilität eine konservative Therapie mit meist dann schlechter Prognose möglich waren, stellt die interventionelle Herzklappentherapie heutzutage eine Alternative dar. Hier repräsentieren die TAVI bei hochgradiger Aortenstenose und MitraClip® bei hochgradiger Mitralklappeninsuffizienz mittlerweile etablierte Therapien. Die Nachsorge dieser Patienten unter anderem in den Rehabilitationseinrichtungen ist für Patienten nach TAVI relativ gut beschrieben für Patienten nach MitraClip® liegen jedoch nur wenige publizierte Daten vor.

Aus diesem Grund hat sich eine Arbeitsgruppe aus Interventionalisten, niedergelassenen Kardiologen und Rehabilitationsmedizinern zusammengesetzt, um Empfehlungen für die Nachsorge nach MitraClip® zu formulieren. Der hier gezeigte Extrakt dieser Arbeit, die in der Zeitschrift Herz publiziert wird, stellt die Daten in komprimierter Form vor, um jetzt schon den mit der Behandlung dieser Patienten betrauten Ärzten erste Handlungsempfehlungen geben zu können.

apl. Prof. Dr. med. habil. Axel Schlitt
1. Vizepräsident der DGPR

Download: Behandlung nach MitraClip®-Implantation. Extended Abstract.

DGPR-Positionspapier Rehastandards nach VAD

Februar/März 2016: Das Positionspapier „Rehabilitationsstandards für die Anschlussheilbehandlung und allgemeine Rehabilitation für Patienten mit einem Herzunterstützungssystem (VAD – Ventricular Assist Device)“ ist als Clinical Research in Cardiology Supplement (CRICS) im Springer-Verlag Heidelberg erschienen. Gastherausgeber ist der Arbeitskreis VAD der DGPR. 

Download: „Rehabilitationsstandards für die Anschlussheilbehandlung und allgemeine Rehabilitation für Patienten mit einem Herzunterstützungssystem (VAD – Ventricular Assist Device)“

Das Positionspapier ist auch über einen „open access“ als Online-Version im Internet unter folgendem Link frei zugänglich

http://link.springer.com/journal/11789